Im Ergebnis des Projekts entsteht eine zweisprachige Orientierungshilfe für Planer, Straßenbau- und Naturschutzbehörden. Insbesondere für Einrichtungen, die im Grenzgebiet tätig sind, stellt eine digitale Karte wichtige Migrationskorridore dar und hebt Standorte für Schutzeinrichtungen hervor.
Im Ergebnis der Beobachtungen an Schutzwänden und -zäunen werden effektive sowie möglichst kostengünstige und recycelbare Materialien empfohlen, die in beiden Ländern verwendet werden können.
Im zweiten Halbjahr 2026 werden zweisprachige Seminare für Straßen- und Landschaftsplaner, Naturschutzbehörden und Straßenmanager angeboten, um die Ergebnisse der Studie vorzustellen und Umsetzungsmöglichkeiten zu beraten.
Die Web-Kartenanwendung zeigt Risikostandorte für den Überflug fliegender Wirbeltiere über Straßen an. Die Standorte sind nach ihrem Risikograd unterteilt, und für jeden Standort wird angegeben, ob er für den Bau einer Schutzwand geeignet ist. Der landschaftliche Kontext wird durch eine Ebene mit linearer Vegetation ergänzt, die durch die Risikostandorte verläuft. Die Anwendung läuft auf dem ESRI ArcGIS Server, ist frei zugänglich und auch für mobile Geräte optimiert.
Pressemitteilungen zum Projekt:
Eine neue webbasierte Kartenanwendung hilft dabei, Gefahrenstellen in West- und Nordböhmen zu identifizieren, an denen Vögel und Fledermäuse mit dem Verkehr kollidieren. Das Tool führt Daten zu Wanderkorridoren, Geländeerfassungen und Mortalitätsstatistiken zusammen. Experten können die Daten laufend aktualisieren und so die Planung von Schutzvorrichtungen erleichtern.
Das Projekt stellt die Praxisnähe in den Vordergrund: Im Herbst 2026 fanden in Liberec und Dresden Expertentreffen für Straßeninfrastruktur und Naturschutz zu Mortalitätsmethoden und Wanderkorridoren statt. Zudem beleuchtete ein öffentliches Seminar im Nordböhmischen Museum in Liberec im September 2026 durch Vorträge und Tierbegegnungen die Auswirkungen des Menschen auf Vögel und Fledermäuse.
Der Straßenverkehr gefährdet jährlich Hunderttausende von Tieren; zahlreiche Vögel und Fledermäuse kommen auf ihren Wanderrouten ums Leben. Experten der Masaryk-Universität, des Verkehrsforschungszentrums und deutscher Partnerorganisationen haben daher eine detaillierte elektronische Karte der Gefahrenschwerpunkte entlang der tschechisch-sächsischen Grenze erstellt. Das Projekt liefert technische Unterlagen zu Schutzbarrieren sowie Empfehlungen für Straßenbaulastträger mit dem Ziel, die biologische Vielfalt wirksam zu schützen und eine sichere infrastrukturelle Vernetzung zu gewährleisten.